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Die möglichen Folgen des Brexit für Geschäftsreisende

London

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland sind eng und London eine der Finanzhauptstädte der Welt. Entsprechend bedeutend ist auch der geschäftliche Reiseverkehr zwischen beiden Ländern, die Flugverbindungen von Frankfurt und Düsseldorf nach London zählen zu den wichtigsten in Europa.
Nun bleiben noch zwei Jahre Zeit für die Verhandlungen, dann trennt Briten und Festlandeuropäer wieder mehr als nur der Ärmelkanal. Denn die jeweiligen Positionen deuten darauf hin, dass ein „harter Brexit“ angestrebt wird, ohne Teilmitgliedschaft oder Sonderbedingungen. Wie genau die Verhandlungen ausgehen werden, lässt sich momentan nicht seriös vorhersagen. Dennoch lassen sich Bereiche benennen, in denen es für Geschäftsreisende zu deutlichen Veränderungen kommen könnte.

Flugverkehr

Mit dem Ausscheiden aus der EU verlässt Großbritannien nicht nur den europäischen Binnenmarkt, sondern auch den Single European Sky, ein Projekt zur Schaffung eines einheitlichen EU-Luftraums. Dadurch sind beide Seiten gezwungen, ein neues Luftverkehrsabkommen auszuhandeln, denn ohne dieses könnte überhaupt kein Flugverkehr zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich stattfinden. Auch wenn beide Seiten es wohl nicht riskieren werden, dass dieser Fall eintritt – die Zeit drängt. Flugpläne werden in der Regel ein Jahr im Voraus erstellt, die Bedingungen für die Zeit unmittelbar nach dem Brexit müssten also schon Anfang 2018 feststehen. Dies betrifft indirekt auch den Markt für Transatlantikflüge, da Großbritannien mit den USA ebenfalls ein neues Abkommen aushandeln muss.

Einreise

Großbritannien war nie Mitglied des Schengen-Abkommens zur weitgehenden Abschaffung von Personenkontrollen an den Landesgrenzen. Schon heute gibt es also getrennte Einreiseschlangen für britische und EU-Bürger. Inwiefern in Zukunft verschärfte Kontrollen eingeführt werden, ist unklar, die Möglichkeit besteht aber. Die Wartezeit für Nicht-EU-Bürger beträgt heute schon 45 Minuten gegenüber den etwa 25 Minuten für EU-Bürger. Sollten die britischen Grenzschützer in Zukunft keinen Unterschied zwischen EU-Bürgern und anderen Ausländern machen, muss man spürbar mehr Zeit einplanen.
Dass eine Einreise für Deutsche demnächst nur noch mit Visum möglich ist, scheint dagegen relativ unwahrscheinlich, zumindest bei kürzeren Aufenthalten. Vorstellbar ist hingegen, dass der Personalausweis für die Einreise nicht mehr genügt, sondern ein gültiger Reisepass benötigt wird. Auch die zollfreie Einfuhr von Waren, immerhin ein wesentliches Grundmerkmal der EU, beziehungsweise die großzügigen Freimengen von Genussmitteln für den privaten Gebrauch könnten mit dem Brexit wegfallen.

Roaming

Es ist nur wenige Wochen her, dass in vielen Medien das Ende des Roamings verkündet wurde. Innerhalb der EU dürfen die Kosten für Anrufe, SMS und Datennutzung den normalen Inlandstarif nicht überschreiten. Mit dem Brexit könnte dieser Vorteil bei Reisen nach Großbritannien nun wegfallen. Auch wenn bisher keine offiziellen Pläne für eine Wiedereinführung der ungeliebten Gebühren bekannt sind, bleibt abzuwarten, ob die Mobilfunkkonzerne dem auf Dauer widerstehen.

Fluggastrechte

Der Schutz der Fluggastrechte, etwa bei Verspätungen oder Flugausfällen, ist durch die EU einheitlich geregelt. Den Schutz der entsprechenden Verordnung genießen aber nur Passagiere, die mit einer EU-Airline an einem EU-Flughafen starten oder landen, oder mit einer Nicht-EU-Airline an einem EU-Flughafen starten. Nach einem Austritt Großbritanniens wären Fluggäste also vermutlich nur noch auf Flügen aus der EU hinaus geschützt. Das Vereinigte Königreich könnte zwar ähnlich wie Island, Norwegen oder die Schweiz auch als Nicht-EU-Mitglied den gleichen Schutzstatus gewähren; ob das jedoch dem von Premierministerin Theresa May angekündigten „harten Brexit“ entspricht, ist fraglich.